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Lisa und Luka

 

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Warum ein Hovawart?

Alles begann, als der Hund von Rudi´s Eltern, Flocky, mit 17 Jahren starb. Flocky war eine semmelfarbene Spitzmischung. Wenn man es gewöhnt ist, dass man beim Spazieren gehen einen Hund als Begleiter hat, dann fehlt einem etwas, wenn dieser Hund nicht mehr da ist. So wollten wir einen eigenen Hund haben. Er durfte ruhig etwas größer werden, und sollte auf jeden Fall ein Mischling sein, da den Rassehunden ja der Ruf des Überzüchteten ansteht. Ein Hund aus dem Tierheim kam leider nicht in Frage, da im gleichen Haus ein kleines Kind lebte, und man sich den Garten teilte. Über einen Bekannten erfuhren wir von einem Wurf Welpen in Niederbayern, den wir uns auch anschauten. Es waren Hovawarte, eine für uns unbekannte Rasse, nicht in einem Verband gezüchtet, und nach heutiger Sicht auch nicht ideal geprägt. Wir nahmen die letzte Hündin, schwarzmarken, 13 Wochen alt, zu uns nach Hause und gaben ihr den Namen Lisa. Lisa wuchs mit ihrer Schwester Lucky in direkter Nachbarschaft auf, ohne je eine Welpenschule oder eine Hundeschule besucht zu haben.

 

Und warum noch einen Hovawart?

2001 zogen wir in unser neues Haus nach Kleinviecht um, und Lisa bekam endlich einen Hof zum Bewachen. Was sich aber auch schnell herausstellte war, dass so ein Hof im Vergleich zu einer Großfamilie in einem Mehrfamilienhaus sehr einsam für einen Hund sein kann. Also entschlossen wir uns, Lisa mit ihren 6 Jahren eine Freundin anzuschaffen, die sie fit halten soll. Da wir uns näher mit der Rasse Hovawart beschäftigt hatten wollten wir diesmal eine blonde Hündin, nach den Richtlinien des RZV gezüchtet. Gesundheit stand an vorderster Stelle, da Lisa dafür sorgte, dass unser Tierarzt nicht verarmte. Wir begannen die Suche, mussten aber feststellen, dass es im Sommer 2002 gar nicht so einfach war, einen Welpen zu bekommen, da wir fixiert auf eine blonde Hündin waren. Zu dieser Zeit waren Hovawarte gerade "in". Die Züchter konnten sich unter einigen Interessenten aussuchen, wem sie ihre Welpen gaben. Wir bekamen zu hören, dass zwei Hündinnen nicht gut zu halten seien, oder der Welpe wurde jemanden vermittelt, der noch keinen Hund hat, und wir hätten ja wenigstens schon einen. Aber es kam auch der Tag, wo wir die Zusage erhielten. Es war der A-Wurf der Hündin "Asca vom Schomberger Wald" mit den Züchtern Doris und Kai Vatteroth. Unsere Luka wurde am 21.03.2003 geboren, und zog 8 Wochen später bei uns ein. Durch Luka´s Züchter wurden wir Mitglieder im Rassezuchtverein für Hovawarthunde (RZV) und besuchten die Welpenspiel- und Prägegruppe am Hundeplatz in Schweitenkirchen. Da Luka und Bärbel die gemeinsame Arbeit am Hundeplatz Spaß machten, besuchten sie anschließend einen Junghundeunterricht bei Fritz Müller. Die Unterordnung am Hundeplatz machte weiterhin Spaß, und im Herbst 2004 legten wir die Begleithundeprüfung (BH) ab. Ab Herbst 2005 besuchten Luka und Bärbel regelmäßig den Hundeplatz in Deggendorf, und arbeiteten dort bis zur VPG 3. Ab 2010 ist Luka dann nur noch zum Spaß im Schutzdienst. Sie nahm mit Bärbel noch zweimal an einer FH1- Prüfung teil.

Wenn man eine eingetragenen Hovawart hat, möchte man natürlich gerne wissen wie toll der eigene Hund ist. Also nahmen wir mit Luka an allen Zuchtüberprüfungen teil. Die erste Untersuchung hatte der Welpe ja schon vor der Abgabe an die neuen Besitzer. Im November 2003 trafen sich viele aus dem A-Wurf "vom Südwind" zur Nachzuchtbeurteilung in Schweitenkirchen. Die Jugendbeurteilung legte Luka im September 2004 in Nürnberg ab. Und die Zuchttauglichkeitsprüfung folgte im April 2006 in Schweitenkirchen. Alle Prüfungen waren erfolgreich, so dass der Wunsch in uns reifte, mit unserer Luka einen Wurf Welpen aufzuziehen. Die Hovawartzucht lebt nicht von hauptberuflichen Züchtern mit reinen "Zuchthündinnen", sondern von vielen Familienzüchtern, die sich die Zeit und Mühe machen einen oder mehrere Würfe in ihrer Mitte aufzuziehen. Die Welpen werden optimal geprägt. Hier betreut der Rassezuchtverein für Hovawarthunde (RZV) seine Neuzüchter intensiv über ein zweitägiges Züchterseminar, und für alle anstehenden Fragen sind Zuchtwarte in allen Landesgruppen vertreten. Unser Ziel ist es, einen Familienhund mit Menschenbezogenheit und Wachsamkeit zu züchten, der sowohl im Alltag in der Familie als auch beim Sport ein leistungsbereiter Begleiter ist.

Mit Luka erfüllte sich der Traum vom A-Wurf nicht. 

Ausbildung am Hundeplatz von Luka

Durch Anregung von Lukas Züchterin besuchten wir die Welpenschule bei Sabine und Bettina am Hundeplatz in Schweitenkirchen. Da Luka diese Zeit "nur für sie" genoss, wurde mit der Junghundeausbildung bei Fritz Müller weitergemacht. Der Hundesportvirus war gesetzt, aber nur bei Bärbel und nicht unbedingt dem Rest der Familie, so dass der Samstag als Übungstag nicht gut passt. Darum erfolgte die weitere Ausbildung am Hundeplatz in Deggendorf, wo wir mit offenen Armen freundlich empfangen wurden.

Am 28./29.08.2004 bestanden wir die BH bei der Übungsgruppe Deggendorf.

Am 10.10.2004 bestanden wir ein zweites Mal die BH beim Hundesportverein Schweitenkirchen.

Am 25./26.08.2006 bestanden wir die FPR1 mit 98 Punkten bei der Übungsgruppe Deggendorf.

Am 03./04.08.2007 bestanden wir die VPG1 mit 84/90/80 (254 gut) bei der Übungsgruppe Deggendorf.

Am 29./30.08.2008 bestanden wir die VPG2 mit 97/87/80 (264 gut) bei der Übungsgruppe Deggendorf.

Am 22./23.08.2009 bestanden wir die VPG3 mit 84/78/70 (232 befr.) bei der Übungsgruppe Deggendorf.

Am 05.05.2012 bestanden wir die FH1 mit 93 Pkt., sehr gut bei der Übungsgruppe Deggendorf.

Am 27.10.2012 bestanden wir die FH1 mit 71 Pkt.  befriedigend bei der Übungsgruppe Deggendorf.

 

                                                                                         

Luka inmitten ihrer Pokale. Sieht toll aus, aber sooo gut sind wir auch wieder nicht. Drei Pokale sind nämlich von Spaß - Hunderennen in Aich bei Moosburg. Und da zahlt sich ein personenbezogenen Hund, der auf sein Spielzeug geprägt ist aus.  Und der silberne Pokal ist ein Wanderpokal, der steht schon nicht mehr in unserem Regal. Wir sind stolz auf unsere erarbeiteten Leistungen. Und spätestens, wenn unsere Hunde für Ihre Folgsamkeit von anderen Spaziergängern gelobt wird wissen wir, dass die Arbeit vom Hundeplatz auch im alltäglichen Leben von Nutzen ist.

 

 

Am 10 März 2010 haben wir uns nach 13,5 Jahren von unserer Lisa verabschiedet. Sie hat dafür gesorgt, dass wir von der Rasse Hovawart nicht mehr wegkommen, auch wenn sie nie Papiere besessen hat, und immer dafür sorgte, dass die Tierärzte in der Umgebung nicht verarmten. 

    

                                Luka im Oktober 2010 ....                                                   .... und im November 2010

 

Im Juli 2013 mußten wir uns überraschend schnell nach einer Lungenkrebsdiagnose von unserer Luka verabschieden. 

( Bild: Bernd Feuchtmeir)

( Bild: Bernd Feuchtmeir)

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